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Süßes Allerlei

Indien hat nicht nur eine reiche Kulturgeschichte, sondern auch eine tausendjährige Verbindung mit Süßigkeiten. Jedes indische Fest und jede Feier sind ohne Süßigkeiten unvollständig. Ein beliebtes Sprichwort lautet "Kuch Accha Karne Se Phele Humesha Muh Meetha Kar Lena Chahiye" - haben Sie etwas Süßes, bevor Sie mit einer glückverheißenden Arbeit beginnen. 

 

Jedes Festival bringt verschiedene Teile des indischen Mithai (Süßigkeit) mit sich, ebenso werden in den verschiedenen Teilen Indiens eigene Spezialitäten für Feiern gezaubert. Alle süßen Köstlichkeiten sind mit Anlässen und Festen verbunden. Von der riesigen Auswahl an Diwali-Süßigkeiten wie Laddoo, Kaju Barfi und Gulab Jamun zu Gujjiya, die an Holi genossen werden, über Modaks an Ganesh Chaturthi bis hin zu Rasgulla für Durga Pooja, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

 

In den südlichen Teilen Indiens wird Reis zu den Süßigkeiten hinzugefügt, während man im Norden die Süßigkeiten mit Khoya (Trockenfrüchte) bereichert. Während in den verschiedenen Teilen Indiens die Süßigkeiten basierend auf dem jeweiligen regionalen Geschmack und ihren Traditionen gekocht werden, bleiben die drei wichtigsten Zutaten Ghee, Zucker und Trockenfrüchte immer die Gleichen.

 

Traditionell glauben die Hindus (eine Religion in Indien) an das Konzept Sativk (Reinheit). Es gibt den Glauben, zuerst den Göttern und dann allen anderen Prasad (die Gabe) anzubieten. Den Göttern wird nur reine Nahrung angeboten. Daher ist indisches Mithai, das Ghee, Zucker und Milch als Hauptzutaten hat (alle satvik), die bevorzugte Auswahl. Da alle Zutaten, die zur Herstellung von Süßigkeiten verwendet werden, rein sind, gelten sie als sicher, um sie den Göttern in Tempeln anzubieten. Ein Ritual welches seit Jahrhunderten existiert. Indische Süßigkeiten finden in allem Verheißungsvollen ihren Platz.

 

Zucker wird in Indien seit Jahrtausenden aus Zuckerrohrpflanzen gewonnen und bildet den Hauptbestandteil jeder indischen Süßigkeit. Die Ableitung des Wortes „Zucker“ soll aus dem Sanskrit शर्करा (śarkarā) stammen, was „gemahlener oder kandierter Zucker“ bedeutet. Darüber hinaus stammt das Wort „Candy“ aus dem altindischen Sanskrit. Khanda bedeutet „ein Stück Zucker“.

Der erste chemisch raffinierte Zucker erschien vor etwa 2.500 Jahren in Indien. Von dort verbreitete sich die Technik gen Osten nach China, in den Westen nach Persien und in die frühen islamischen Welten und erreichte schließlich im 13. Jahrhundert das Mittelmeer. Während des gesamten Mittelalters galt Zucker eher als seltenes und teures Gewürz und nicht als alltägliches Gewürz.

 

Wenn du in Indien jemanden triffst, der etwas feiert, wird man dir sehr wahrscheinlich "muh meetha kijiye" (nimm etwas Süßes) sagen.

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